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Begriffserklärungen
Schimmelpilze
Schimmelpilze sind in der Mikrobiologie eine systematisch heterogene Gruppe von filamentösen Pilzen. Die große Mehrzahl der Schimmelpilze führt ein eher unauffälliges Dasein als Saprobiont. Bei Gebäuden wird der Begriff „Baumykologie“ verwendet. Dieser beschreibt den Zusammenhang zwischen Schimmelpilzen, Schäden und deren Sanierung.
Entstehung von Schimmelpilzen in Gebäuden

Viele Schimmelarten leben nahezu überall. Schimmelsporen werden durch die Luft weitertransportiert. Daher liegt es auf der Hand, dass in jedem Gebäude Sporen verschiedener Schimmelarten zu finden sind. Der entscheidende Unterschied zwischen Gebäudeteilen, in oder an denen der Schimmel wächst und solchen, wo er nicht wächst, ist in den Lebensbedingungen zu suchen, die die Schimmelpilze dort vorfinden. Wie andere Lebewesen auch, können Schimmelpilze nur wachsen und sich vermehren, wenn bestimmte Bedingungen dafür erfüllt sind. Fehlt nur eine dieser Bedingungen, so kann der Pilz nicht wachsen. Da Schimmelpilze organische Substanzen verstoffwechseln, finden sie in Gebäuden ein breites Nahrungsangebot, wie zum Beispiel Zellulose (Tapeten, Gipskartonplatten) oder anderes Material in Wandbeschichtungen und Bodenbelägen, aber auch Staub und Schmutzreste. Außer den Gebäudeteilen wie Wände, Decken, Fensterrahmen können auch Möbel, Kleidung, Bücher usw. befallen werden.

Feuchtigkeit als Wachstumsfaktor von Schimmelpilzen

Ein gewisses Maß von Feuchtigkeit, die in Wänden oder Luft vorhanden ist, ist wesentliche Bedingung für Schimmelbildung in Gebäuden. Im Wesentlichen kommen zwei Arten von Wassereintrag in die Bausubstanz vor:

Feuchtigkeit durch Eindringen von Wasser in ein Gebäude
  • defekte Wasserleitungen z. B. Heizungsrohre, Warm-, Kalt- oder Abwasserrohre oder Dachentwässerung etc.
  • Eindringen von Schmelz- oder Regenwasser wegen schadhafter Dachabdichtung, undichten Mauerwerks, verstopftem Abfluss / Drainage, stehendes Wasser an der Hauswand, etc.;
  • Unglücksfälle: Waschmaschinenablauf, Löschwasser, Hochwasser etc.,
Feuchtigkeit durch Kondensation

Kondenswasser (oder Tauwasser) ist tatsächlich das Hauptproblem, das besonders in den jüngeren Zeiten des Energiesparens viel (juristischen) Streit zwischen Mietern und Vermietern ausgelöst hat. Die Luftfeuchtigkeit rührt nicht nur vom Baden, Duschen und Kochen her, sondern auch vom Atem und Schweiß der Bewohner, insbesondere in Schlaf- und Kinderzimmern. Je wärmer die Luft, desto mehr Wasser kann sie aufnehmen (Siehe Luftfeuchtigkeit) Biologisch ist eigentlich die Wasseraktivität – der aw-Wert – relevant. Die Wasseraktivität, die sich raumseitig an der Oberfläche eines Bauteils einstellt, hängt vom Feuchtegehalt der Raumluft und der Oberflächentemperatur des Bauteils ab. In der kalten Jahreszeit liegt diese Oberflächentemperatur besonders in Raumecken, hinter Schränken usw. typischerweise deutlich unter der Lufttemperatur im Raum. Ein aw-Wert von 0,8 oder mehr ist, wenn er längere Zeit vorliegt, eine typische Voraussetzung für die Entwicklung von bautypischen (wohnungstypischen) Schimmelpilzen. (Die anderen Voraussetzungen, nämlich Pilzsporen und Nährstoffe, sind meist ohnehin vorhanden.) Einzelne Bauschimmelarten treten ab einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70 % auf, ab 80 % fast alle übrigen.

  • Raumluftfeuchtigkeit schlägt sich auf kühlen Bereichen von Zimmerwänden (oder an Fenstern etc.) nieder – dort (oder an anderer Stelle, wohin das Wasser eventuell abfließt) entsteht bei vorhandenem Nahrungsangebot Schimmel.
  • Bei Gebäuden, die bis etwa 1975 errichtet wurden, war bereits die Tauwasserbildung an Fenstern und der Innenseite von Außenwänden bekannt. Allerdings wurde die Schimmelbildung durch eine permanente natürliche Wohnraumlüftung vermieden. Der für die Raumhygiene notwendige Luftwechsel wurde dadurch gewährleistet, dass Fenster und Türen aufgrund ihrer Konstruktion unbemerkt ein Entfeuchten der Raumluft herbeiführten. Zum Zwecke der Energiesparung wurden die Fensterkonstruktionen in vielen dieser Gebäude durch so dichte Fenster ersetzt, dass der Austausch zwischen feuchter Raumluft und trockener Außenluft nunmehr gezielt durch Lüften herbeigeführt werden muss. Wetterabhängig (besonders im Sommer) kann jedoch Lüften auch die Feuchtigkeit der Raumluft erhöhen (besonders bei Kellerräumen); dann ist eher Heizen (oder sogar ein technisches Entfeuchtungsverfahren) angebracht.
  • Niederschlag von Raumluftfeuchtigkeit (also Kondenswasser) nimmt mit der relativen Feuchtigkeit der Raumluft zu. Bei gleichem Wassergehalt (absolute Luftfeuchtigkeit, H2O etwa in g/m3) ist diese umso höher, je geringer die (Innen-)Temperatur ist. Daher wird stets geraten, einerseits auch bei Abwesenheit zu heizen und andererseits das Lüften rechtzeitig so zu beenden, dass Raumwände und Mobiliar nicht auskühlen (Stoßlüften statt Fensterkippen). – Die Temperatur der Raumluft differiert i. Allg. zwischen verschiedenen Stellen eines Raums, insbesondere mit der Nähe zu einer Wärmebrücke (unzureichende Wärmedämmung) oder einer Kaltwasserleitung, auch zwischen verschiedenen Bereichen einer Wohnung oder eines Hauses abhängig von Nutzung/Heizung. Damit schwankt die relative Luftfeuchtigkeit innerhalb eines Raums oder – bei offenen Durchgängen (Türen) – zwischen Bereichen der Wohnung/des Hauses. Relevant für Schimmelwachstum ist die relative Luftfeuchtigkeit an der Oberfläche der bedrohten Nährsubstanz.
  • Undichte Dampfsperrfolien an Innendämmungen oder in Dachkonstruktionen lassen feuchte Raumluft in die Dämmschicht oder benachbarte unbeheizte Räume (Beispiel Spitzboden) eindringen und kondensieren.
    Schimmelpilzbefall an einer Dachschräge verursacht durch ein Loch in der Dampfbremsfolie. An der Wand stehendes Mobiliar kann eine ähnliche Wirkung wie eine Innendämmung ohne Dampfsperre haben. Es behindert die Erwärmung der Wandinnenseite und sorgt so für eine Verschiebung des Taupunkts zur Raumseite hin. Ohne eine ausreichende Absperrung des Wasserdampfs kommt es vermehrt zu Kondensation.
  • Die Raumluft nahe einer Wärmebrücke, also einer kühlen Stelle einer Wand, bleibt umso wärmer, je schneller sie durch Strömungen im Raum ausgetauscht wird. Fehlt diese Belüftung, so sinkt die Temperatur und steigt die relative Luftfeuchtigkeit an der kühlen Wandstelle. Auch daher kondensiert Feuchte mit folgender Schimmelbildung besonders dort, wo geschlossenes Mobiliar zu dicht an Außenwänden steht und eine Hinterlüftung nicht gewährleistet ist.
  • Neben Unterbinden des Luftaustauschs durch dichtere Fugen (s. o.) bestehen (nachträgliche) Wärmedämmungsmaßnahmen gewöhnlich darin, ältere Fenster durch solche mit besser dämmendem Rahmen und Glas einzusetzen. Dies kann dazu führen, dass Raumluft vermehrt an verbleibenden Wärmebrücken (etwa Fensterlaibung) niederschlägt und dort Schimmel hervorruft – vgl. Lüften und Wärmedämmung. Allgemein fällt auf, dass Schimmel in Innenräumen gerade erst nach nachträglichen Wärmedämmungsmaßnahmen auftritt. Vermieter/Bauherren können danach Streit mit Bewohnern zu vermeiden versuchen, indem sie auf das veränderte erforderliche Lüftungsverhalten hinweisen (z. B. Merkblatt). Die Verantwortung bleibt noch bei Vermietern/Bauherren in Bezug auf die Dämmung aller Wärmebrücken (s. o.). Bei Schimmel an der Fensterlaibung ist z. B. zu prüfen, ob die Rahmendämmung fehlerfrei durchgeführt wurde.
  • Als Beispiel kann ein Fall dienen, der einem Urteil vom Landgericht Hamburg zu Grunde liegt: Isolierverglaste Fenster wurden in einem schwach wärmegedämmten Haus eingebaut. Die Vermieter händigen ein Merkblatt über Lüftungsverhalten den Mietern aus. Dennoch nehmen Feuchtigkeitsschäden zu, im Erdgeschoss wächst Schimmel. Eine Klage der Vermieter gegen eine entsprechende Mietminderung wird im wesentlichen abgewiesen. Das Landgericht schrieb in der Begründung: „Die Verpflichtung des Mieters, sein Wohnverhalten baulichen Veränderungen anzupassen, findet dort ihre Grenze, wo das Maß des Zumutbaren überschritten wird.[…] Mieträume müssen in bauphysikalischer Hinsicht so beschaffen sein, daß bei einem Wandabstand der Möbel von nur wenigen Zentimetern, wie er im allgemeinen bereits durch das Vorhandensein einer Scheuerleiste gewährleistet ist, sich Feuchtigkeitsschäden durch Tauwasserniederschlag nicht bilden können […]. Was das Lüften betrifft, kann es dem Mieter nicht angesonnen werden, über den Tag verteilt mehrfach gründlich zu lüften, nur um einen Mangel der Bausubstanz auszugleichen.“

Quelle:  http://de.wikipedia.org/wiki/Schimmelpilz

 

Echter Hausschwamm

Der Hausschwamm ist ein holzzerstörender Pilz und ein Vertreter der Hausfäulepilze mit dem höchsten Gefahrenpotenzial an Gebäuden. In Mitteleuropa verursacht der Pilz etwa 32 % der pilzbedingten Gebäudeschäden. Wie alle Hausfäulepilze gehört auch der Echte Hausschwamm zu den Braunfäulepilzen und ist somit auf cellulosehaltige Materialien angewiesen. Neben Holz findet der Pilz auch auf anderen organischen Materialien wie u.a. Textilien, Papier, Spanplatten, Stroh und Schilf gute Wachstumsvoraussetzungen.

Der Echte Hausschwamm ist vielen verschiedenen Wachstumsfaktoren ausgesetzt. Günstige Bedingungen für den Beginn des Wachstums findet er bei 35 bis 60 % Holzfeuchtigkeit. Die verbreitete Meinung, der Hausschwamm könne Holz mit Feuchtigkeitswerten von unter 20 % befallen, indem er das dazu notwendige Wasser in seinen Strängen herantransportiere, ist nicht belegt. Da allerdings der Feuchtegehalt von verbautem Holz, vor allem in bewohnten Gebäuden, zwischen 10 und 15 % liegt, tritt eine für den Pilz akzeptable Feuchtigkeit nur unter besonderen Bedingungen auf. Hierzu zählen u.a. die Kondensationspunkte an z. B. Holzbalkenköpfen oder bei Defekten (Leckagen).

Neben der Substratfeuchtigkeit spielt auch die Temperatur eine bedeutende Rolle für das Pilzwachstum. Das Temperaturoptimum des Pilzes liegt bei 18 bis 22 °C. Über einer Temperatur von 26 °C stellt der Pilz seine physiologische Aktivität allerdings schlagartig ein.

Bei sehr vitalem und großflächigem Wachstum scheidet der

Schadensbild

Der Echte Hausschwamm bildet als typischer Oberflächenpilz ein gut entwickeltes Oberflächenmycel. Sein verstecktes Wachstum führt jedoch dazu, dass seine Anwesenheit lange verborgen bleibt und birgt die Gefahr, dass tragende Konstruktionshölzer vom Echten Hausschwamm zersetzt werden, ohne dass diese Tatsache zu erkennen ist.  Ein Befall von Holz geht meist mit einer intensiven, grobwürfeligen Braunfäule einher. Bei fortgeschrittenem Befall wird das Holz würfelartig gebrochen und lässt sich mit der Hand eindrücken. Charakteristisch sind die bräunlichen und weißrandigen fladenförmigen Fruchtkörper, die mit rostbraunen Hymenien überzogen sind. Die Fruchtkörper wachsen oft sichtbar am Substrat und zeichnen sich durch einen scharf begrenzten Zuwachsrand des Oberflächenmycels mit bis zu 1 cm dicken weißgrauen Strängen ab. Mit Hilfe der Mycelstränge ist der Pilz in der Lage, Wasser über größere Strecken zu transportieren. In Räumen mit einer geringen Luftzirkulation und einer hohen Luftfeuchtigkeit, wie u.a. Kellerräumen, kann der Pilz ein extrem voluminöses Luftmycel ausbilden. Ein weiteres Merkmal des Braunfäulepilzes ist die immense Sporenproduktion.

Der ersten Wahrnehmung des Pilzes auf Oberflächen kann jahrelanges Wachstum in Hohlräumen vorangegangen sein.

Pilz Wassertropfen aus (Guttationstropfen). Diese „Tränen“ (lateinisch: lacrima) waren namensgebend, werden aber auch von anderen Pilzarten gebildet. Werden große Mycelgeflechte freigelegt und damit Licht und bewegter Frischluft ausgesetzt, kann der Pilz relativ schnell Spontanfruchtkörper ausbilden. Allerdings kann bei zu starker Zugluft das Mycel auch absterben.

Das hohe Gefahrenpotenzial, das von dem Hausschwamm ausgeht, leitet sich von seinen besonderen Fähigkeiten ab: Der Pilz ist nämlich in der Lage, anorganisches Material zu überwachsen bzw. zu durchdringen. So können die Mycelien des Pilzes Mauerwerk, Putz, Schüttungen u.a. durch- bzw. unterwachsen. Aufgrund dieser Beobachtungen wird dieser Pilz auch häufig als „Mauerschwamm“ bezeichnet.

Eichenholz ist kein gutes Substrat für den Pilz, es wird eher überwachsen. Die Gerbsäuren und andere Inhaltsstoffe wirken als natürliche Fungizide. Es kommt jedoch (selten) vor, dass sich an Eichenholztreppen (verdeckte Untersichten) Fruchtkörper ausbilden.

Schadensbekämpfung und -vorbeugung

Ein Befall durch den echten Hausschwamm lässt sich durch seine typischen Mycelien, Stränge und Fruchtkörper erkennen. Das Luftmycel ist weiß, durchscheinend, auch an Mauerwerk. Im Zweifelsfall kann eine molekularbiologische oder mikroskopische Untersuchung sinnvoll sein.

Der Befall mit Echtem Hausschwamm ist in einigen Bundesländern meldepflichtig. Er ist ein schwerer Baumangel nach BGB. Nach DIN 68800, Teil 4 (Holzschutz; Bekämpfungsmaßnahmen gegen holzzerstörende Pilze und Insekten) sind der Befall und der Umfang des Befalls durch einen Sachkundigen festzustellen (Anfertigen eines holzschutztechnischen Untersuchungsberichts). In der Regel werden durch solche Sachkundigen auch Sanierungsvorschläge erarbeitet.

Die Bekämpfung ist zwingend durch ein autorisiertes Fachunternehmen (Sachkundige) durchzuführen. Die DIN 68800-4 in Verbindung mit dem WTA-Merkblatt Der Echte Hausschwamm gibt Sanierungsempfehlungen. Die Überwachung dieser Arbeiten sollte ebenfalls durch einen Sachkundigen erfolgen.

Der Echte Hausschwamm ist der mit Abstand am schwierigsten zu bekämpfende holzzerstörende Pilz, da er auch relativ trockenes Holz befallen kann und auch Mauerwerk durchwächst. Umstritten ist, ob Luftzug das Wachstum unterbricht. Der Pilz braucht eine bestimmte, wenn auch geringe Feuchtezufuhr, dann wächst er jedoch manchmal sehr schnell, meist unerkannt und unbemerkt. Die Pilzreste können viele Jahrzehnte auch in trockenem Zustand überdauern. Die Sanierung muss mit einer Trockenlegung von Mauerwerk und Holzkonstruktion einhergehen und kann deshalb umfangreich werden. So müssen häufig befallene Holzteile in der Längsachse mit 1 m Sicherheitsabstand vom letzten erkennbaren Befall gesund geschnitten werden. Bei fortgeschrittenem Befall bleibt oft nur der Austausch der gesamten Holzkonstruktion.

Am Anfang einer Schwammsanierung steht die Identifikation des Erregers. Ist die Zugehörigkeit nicht eindeutig, muss stets so vorgegangen werden, als läge ein Hausschwammbefall vor: Hierbei werden mit einem Sicherheitsabstand von 1 m befallene Holzteile ausgebaut. Bei Schüttungen ist ein Sicherheitsabstand von 1,5 m einzuhalten. Weiterhin müssen befallenes Mauerwerk, Schüttungen etc. entfernt werden. Um auch letzte Mycelreste zu entfernen, wird oft empfohlen das Mauerwerk abzuflammen. Weiterhin ist es notwendig, die Ursache der Feuchtequelle zu finden und zu beseitigen, um einen erneuten Pilzbefall zu vermeiden. Ist durch bauliche Maßnahmen sichergestellt, dass das befallene Holz und das Mauerwerk trocken sind und zukünftig auch trocken bleiben, kann der Sanierungsaufwand unter Anleitung eines Sachverständigen im Einzelfall auch reduziert werden. Ohne Feuchtigkeit stellt der Hausschwamm seinen Stoffwechsel ein und zerstört auch kein Holz mehr. Er verbleibt aber im Bauteil und wird bei Vorliegen von Feuchtigkeit auch Jahrzehnte später schnell wieder aktiv.

Um die Verschleppungsgefahr einzudämmen, ist eine fachgerechte und sorgfältige Entsorgung der ausgebauten Holzteile und Mauerwerkspartien notwendig. Außerdem ist es erforderlich, den Bereich nach der Sanierung gut trocknen zu lassen und die Schadstellen mit geeigneten chemischen Schutzmitteln zu behandeln. Dabei kann das Mauerwerk mit einem Schwammsperrmittel gestrichen werden, oder das Schutzmittel wird im Rahmen einer Bohrlochtränkung eingebracht. Neueingebautes Holz muss eventuell entsprechend DIN 68800, Teil 3 vorbeugend imprägniert sein.

Nachteilig erweisen sich bei der Sanierung eines Hausschwammbefalls die hohen Kosten durch die fachliche Beseitigung und Entsorgung des entfernten Materials. Zudem muss eine Vielzahl an Holz und Mauerwerk ersetzt oder behandelt werden, um einem Wiederbefall vorzubeugen.

Zum Schutz von kulturhistorischen Gebäuden wird im Rahmen der Sanierung auch häufig das Heißluftverfahren angewandt. Dieses Verfahren basiert darauf, dass der Pilz bei Temperaturen über 50 °C abstirbt. Allerdings stößt dieses Verfahren in großen Räumen oder an dickem Mauerwerk an seine Grenzen, da dann oftmals die entsprechende Letaltemperatur nicht erreicht wird.

Der Echte Hausschwamm wurde 2004 von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie zum Pilz des Jahres gewählt, um auf seine häufig unterschätzte wirtschaftliche Bedeutung hinzuweisen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Echter_Hausschwamm

Schimmelpilze in der Wohnung

Der Befall durch Schimmelpilze, also der Schimmelpilzbefall, ist ein sehr häufig auftretendes Problem, wenn Feuchtigkeit und Wärme zusammentreffen. Bei Schimmelpilzbefall handelt es sich nicht nur um ein optisches Problem, denn diese Pilzorganismen können die Bausubstanz von Gebäuden schwer gefährden, sowie Allergien bei Mensch und Tier auslösen. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wenn Sie Pilzbefall festgestellt haben. Wir analysieren die möglichen Ursachen und beraten Sie individuell.

Die Sporen der Schimmelpilze gehören zu den gefährlichsten Innenraum-Allergenen.

In vielen wissenschaftlichen Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass Personen nach intensivem und langem Schimmelpilzkontakt nachweislich ein sehr hohes Gesundheitsrisiko haben.

Schimmelpilze können wenn sie in entsprechender Häufung auftreten körperliche Reaktionen auslösen. Typische Erkrankungen bei körperlichen Reaktionen auf Schimmelpilz sind z.B.:

Erkrankungen der Atemwege

  • Husten
  • Bronchitis
  • Fieber
  • Atemnot
  • Hautreizungen (Neurodermitis)
  • erhöhte Infektionsanfälligkeit
  • Augenreizungen
  • chronischer Erschöpfungszustand
  • Muskelschmerzen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Konzentrationsstörungen
  • sowie Allergien
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